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die therapeutin

praxis

Dr. phil. Mag. B.C.D.

Simone Iris Riehle-Unkelbach

Meine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen führten mich als Kind und Jugendliche schon früh zur kreativen Gestaltung und zur Malerei, in denen ich Kraft, Zuversicht, Entspannung sowie Regulierung meiner seelischen Konflikte fand.

Als Kind und Jugendliche war ich selbst betroffen und durchlebte eine langwierige Scheidung und Trennung meiner Eltern, erlitt schwerwiegende Traumata davon. Trauer und Verlust liebgewonnener Menschen folgten und ich fühlte mich in meiner kindlichen Weltanschauung besetzt, alleine und überwältigt. Die Flucht in die Anorexie nervosa, der Magersucht, war damals ein automatisches Ventil meines Körper und Geistes und vorerst der einzige Weg meiner kindlichen Bewältigung dieser psychischen Belastung.

Als junge Erwachsene setzte ich mich zuerst mit dem Grundbaustein der Kunst auseinander, der Kreativität und studierte Malerei, Bildhauerei, Kunsttheorie und Kunstwissenschaften in Schwäbisch Hall bei Prof. Iso Wagner und Prof. Dr. Johannes Meinhardt, Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Hall.

Das Auslandssemester an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Penssylvania bei Prof. Susanne Slavick in USA brachte mir weitere Einblicke. Und ein Studium der internationalen Kunst- und Kulturwissenschaften und Kunstmanagement als Magisterstudiengang an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg/Stuttgart bei Prof. Dr. Armin Klein und Prof. Thomas Knubben am Institut für Kunst- und Kulturmanagement folgte.

Während einer Studienfahrt nach Wien war ich fasziniert von dieser Fülle an Kunst und Psychologie innerhalb der  Museen und Universitäten und ich begann noch während meines Studiums im MUMOK, Museum für moderne Kunst in Wien zu arbeiten. Nach Abschluss des Magisterstudiums begann ich nebenberuflich ein Studium am College of Arttherapy in Wien, an der Akademie für ganzheitliche Kunsttherapie. Ein Forschungsaufenthalt am Klinikum dritter Orden in München am Therapiezentrum für Essstörungen brachte mir erste praktische Erfahrungen im Bereich Kunst und Therapie und ich vertiefte mein Wissen in Psychologie und Psychotherapie innerhalb eines Fernstudiums an der ALH, Akademie für ganzheitliche Lebens- und Heilweisen in Haan. Weitere praktische Erfahrungen als Referentin für KUNST an der Akademie Schloss Rotenfels, im Kunstprojekt über Träume am Diakonischen Krankenhaus in Schwäbisch Hall und an der Städtischen Galerie in Ravensburg folgten im Bereich Kunst. Im Bereich Therapie arbeitete ich in Kunsttherapeutischer Intervention in der Hufeland Klinik für ganzheitliche immunbiologische Therapie in Bad Mergentheim und am INTAKT, Therapie-Centrum für Essstörungen in Wien.

Künstlerische Werkssaufenthalte in Afrika, Australien, Neuseeland, USA, Spanien und Großbritannien brachten mir Einblicke in die internationale Kunstausstellungen, die mit Tätigkeit in den Museen Würth, im MUMOK Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, der Pinakothek der Moderne in München, dem WIENER MOZARTJAHR 2006 in Wien und der Agentur BSX Schmölzer GmbH in Wien und Graz ausgeweitet wurden. Immer in Hinblick auf die Verknüpfung von Kunst und ihrer heilenden Wirkung.

Im Doktoratsstudium an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Dr. Manfred Wagner und Prof. Dr. Patrick Werkner im Fachbereich Kunstpsychologie und Kunstwissenschaften fand ich eine ideale Kombination aus Wissenschaft, Forschung und Praxis innerhalb der Bereiche Kunst und Therapie und befasste mich mit der interdisziplinären Forschung im Bereich der Thematisierung des Ich. Dem Selbstbildnis als Gegenstand der Selbstbeobachtung in Kunst und Therapie.

Diese Forschungsarbeit wurde von Seiten der Universität für angewandte Kunst in Wien als hervorragende Leistung mit dem Prädikat „summa cum laude“  mit Auszeichnung erteilt und vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung für die beste Forschungsarbeit und Verleihung des Award of Excellence 2011 ausgezeichnet.

Ich bin Mutter dreier Kinder. Die Tochter meines Mannes ist mittlerweile
erwachsen und es ist immer schön, wenn sie bei uns ist und wir gemeinsam
Zeit verbringen.

Seit 2018 arbeite ich in der Praxis für Selbstentwicklung und untersuche parallel am institut für Selbstbildforschung die präventiven Möglichkeiten des Selbstbildes innerhalb der Kunsttherapie mit dem Schwerpunkt, das Selbstbild von Menschen mit Essstörungen in gezeichneten Selbstporträts zu untersuchen, mit der Fragestellung, dass sich Essstörungen frühzeitig über gezeichnete Selbstporträts erschließen lassen. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzubauen, das Selbstporträt innerhalb der Kunsttherapie als präventive Methode zur Gesunderhaltung zu entwickeln.

Heute bin ich Expertin darin, zu verstehen, was gerade Kinder und Jugendliche in Krisen und Konfliktsituationen fühlen. Was sie brauchen, um ihr Selbst nicht zu verlieren. Was sie brauchen, um an ihre innere Kraft zu kommen. Ihr Selbst zu stärken. Ein Leben lang.

Dies veranlasste mich auch am Institut de Recherche en Semiologie de l’Expression bei Arno Stern in Paris die Ausbildung zum Malort und der Malspieldienenden zu machen.
Der Malort ist begeistert von der Idee, Menschen einen Raum zu ermöglichen in denen sie sich völlig frei und zwanglos auf die Malerei einlassen können und dabei Kraft und Selbstbewusstsein zu schöpfen. 

  • Vortrag über die Thematisierung des Ich an der Universität für angewandte Kunst Wien 2010
  • Kongress Essstörungen Innsbruck 2011
  • Vortrag über Kunsttherapie zur Ausstellungseröffnung Nasen riechen Tulpen 2011
  • Kongress zum Thema Burnout und Resilienz in Bad Kissingen 2014
  • Vortrag über die Heilende Wirkung von Kunst zur Ausstellung Frida Kahlo in der Kunsthalle
    Würth in Schwäbisch Hall
  • Kongress Essstörungen Innsbruck 2015
  • Kongress zum Thema LIEBE Bad Kissingen 2017
  • Kongress Essstörungen Innsbruck 2017
  • Kongress an der Sigmund Freud Universität Wien und Berlin zum Thema Perspektiven der Kunsttherapie: Das Selbst als Bild. 2018
  • Kongress Essstörungen Innsbruck 2018
  • Kongress Ökologie der Kindheit in Wien 2019